Akkuschrauber Testberichte

​ Verbraucherorganisationen zu Akkubohrschraubern

​ – So schätzen Stiftung Warentest und Co. die Qualität der Akkuschrauber ein –

Akkuschrauber TestberichteZahlreiche Tests und Vergleiche von Verbraucherorganisationen wie Stiftung Warentest haben ergeben, dass Akkuschrauber mittlerweile durchaus mit den kabelgebundenen Versionen mithalten können. Die Akkuschrauber Testberichte zeigen jedoch auch, dass kein einziges Billiggerät (unter 50 €) gut abschneiden konnte. Hochwertigere Geräte hingegen besitzen zwei mechanische Getriebestufen und eine Drehzahl-Regelung mit einem Gasgebe-Schalter. So können mit dem ersten Gang beispielsweise langsame Bohrungen durchgeführt und Schrauben eingedreht werden, während der zweite Gang optimal zum Bohren geeignet ist, da er bei einem geringen Drehmoment die Drehzahl auf Touren bringt. Die Testberichte zu den Akkuschrauber zeigen zudem, dass fast alle Geräte mittlerweile mit Lithium-Ionen-Akkus arbeiten. Bei diesen Akkus ist die Selbst-Entladung sehr gering. Die Auflade-Zeiten der Akkubohrschrauben können allerdings stark variieren. So benötigen einige lediglich 18 Minuten, während andere ganze fünf-einhalb Stunden brauchen. Fast alle Akkuschrauber haben einen auswechselbaren Akku und sehr viele Anbieter liefern auch gleich einen Ersatzakku mit. So kann die Arbeit trotz Entleerung des einen Akkus direkt fortgeführt werden. Die Akkukapazität der Akkuschrauber liegt derzeit zwischen 1,3 und 3,0 Ampere-Stunden. Angaben der Verbraucherorganisationen zu Folge, fallen die tatsächlich gemessenen Werte oft etwas niedriger aus, als die angegebenen. Dennoch ist eine höher deklarierte Kapazität stets besser.

Was ist der Unterschied zwischen einem Akkubohrschrauber und einer Schlagbohrmaschine?

Schlagbohrmaschinen können im Gegensatz zu Akkuschraubern aufgrund der integrierten Schlagfunktion auch in Beton oder anderen harten Untergründen bohren. Für Materialien wie Beton, Naturstein, gebrannten Ziegel oder Klinker wird eine harte Gangart benötigt. Dabei wird der Bohrer durch den Schlagkolben in die Bohrrichtung vorangetrieben. Je nach Material wird natürlich ein anderer Bohrkopf benötigt. So sind bei Steinbohrern zum Beispiel Hartmetall-Plättchen an der Spitze eingelötet, während Metallbohrer geschliffene Schneiden besitzen, damit keine Späne entstehen. Mit einer Bohrwendel wird das Bohrmehl aus dem Loch abtransportiert. Für weiche Materialien wie Platten, Gips, Hohlziegel oder Bims reicht auch ein Akkuschrauber aus, da kein Schlag benötigt wird. Wer also lediglich Löcher in Holz bohren und Schrauben eindrehen möchte, dem genügt ein Akkuschrauber. Soll der Bohrer jedoch auch durch härtere Materialien kommen, ist eine Schlagbohrmaschine sinnvoller. Bei wirklich harten Materialien und großen Bohrlöchern sollte man zum Bohrhammer greifen.

​Rat und Tipps von Verbraucherorganisationen

 

Die Lagerung der Akkus

Die Lithium-Ionen-Akkus sollten idealerweise außerhalb vom Gerät bei 5 bis 40 ° C gelagert werden. Es ist zwar unproblematisch, den Akku im Gerät zu lagern, dadurch wird jedoch unnötiger Strom verbraucht. Allerdings tritt bei den Lithium-Ionen-Akkus kein Memory-Effekt auf, wie es bei Nickel-Cadmium-Akkus der Fall ist. Die Akkus stellen also die tatsächliche Energiemenge zu Verfügung und nicht die, des bisherigen Entladevorgangs.

Schutz beim Bohren

Bei lauten Bohrarbeiten sollte stets ein Hörschutz getragen werden, damit keine Verletzungen im Innenohr auftreten. Sollen Kopf-Über-Arbeiten getätigt werden, ist eine Schutzbrille sinnvoll, da diese den Staub von den Augen fernhält. Sehr praktisch sind aber auch improvisierte Schutzvorrichtungen: So ist es beispielsweise möglich, ein Loch in der Mitte eines leeren Joghurtbechers zu bohren und diesen auf den Bohrer zu setzen. Dadurch fällt der Staub direkt in den Becher.